Doris Schröder-Köpf, MdL

Zur Person

Viele kennen mich von Begegnungen in Hannover, von offiziellen Veranstaltungen, Wahlkampfterminen, oder vom Wochenmarkt und Schulhof. Andere nur aus den Medien und der Berichterstattung der jüngsten Zeit aus den politisch wichtigen Jahren zwischen 1998 und 2005.

Ich bin 51 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder.

Meine Kindheit habe ich in einem kleinen, recht abgelegenen bayerischen Bauerndorf verbracht. Ich habe einen jüngeren Bruder. Mein Vater verdiente den Lebensunterhalt der Familie als Mechanikermeister, meine Mutter arbeitete als Hausfrau.
1982 konnte ich als erstes Familienmitglied überhaupt das Abitur ablegen.

In den Jahren nach dem Abitur absolvierte ich ein Volontariat bei einer Tageszeitung und arbeitete danach als Redakteurin mit Schwerpunkt Kommunalpolitik. Später schrieb ich über Bezirks- und Landespolitik, bevor ich 1987 als Parlamentskorrespondentin in die damalige Bundeshauptstadt Bonn wechselte. Schwerpunkte meiner Tätigkeit dort waren Innen- und Sozialpolitik.
Nach einem zweijährigen Aufenthalt in New York, von wo aus ich auch über die Arbeit der Vereinten Nationen berichtete, war ich bis zu meinem privat bedingten Umzug nach Hannover Politikredakteurin eines Nachrichtenmagazins.

Seit 1999 lebe ich mit meiner Familie in meinem Wahlkreis Hannover-Döhren, in dem ich mich von Anfang an heimisch fühlte.

Bis zu meiner Wahl in den Niedersächsischen Landtag habe ich in den letzten Jahren das Hannover-Büro meines Ehemanns Gerhard Schröder geleitet, als Schirmherrin wichtiger Projekte ehrenamtliche Arbeit geleistet und mich bis zu meiner Nominierung zur Landtagskandidatin beim Wiederaufbau des Warenhauskonzerns Karstadt als Aufsichtsratsmitglied engagiert.

Ehrenamtliches Engagement

Aus einer größeren Zahl ehrenamtlicher Tätigkeiten möchte ich nur einige erwähnen:

Als Schirmherrin der Stiftung Kinder-, Jugend- und Elterntelefone (mit rund 3500 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bundesweit) arbeite ich seit vielen Jahren daran, ein bundesweites kostenloses niedrigschwelliges Beratungsangebot für Kinder und Erwachsene aufrecht zu erhalten und auszubauen.
Hier in Hannover wissen viele Bürgerinnen und Bürger von meiner langjährigen Schirmherrschaft über die Drogentherapiestation “Teen Spirit Island” am Kinderkrankenhaus auf der Bult. Darüber hinaus habe ich mich in der Initiative “Deutschland liest vor” für die Leseförderung von Kindern aus benachteiligten Familien eingesetzt und mich immer wieder (u.a. mit einem Buchprojekt) auch darum bemüht, Kinder und Jugendliche für Politik zu interessieren.

Seit dem 16. April 2013 bin ich Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, auch dies ehrenamtlich.

 

Sozialdemokratie und Gewerkschaft

Meine politische Sozialisierung und meine Annäherung an die SPD fanden bereits in der Schulzeit über die Anti-Atomkraftbewegung statt. Später verbrachte ich viele Wochenenden vor dem Bauzaun der geplanten Wiederaufbereitungsanlage im bayerischen Wackersdorf.
Viele meiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus dieser Zeit engagierten sich später bei den Grünen. Dort sah ich für mich keine politische Heimat, denn mein Onkel Alois leitete Jahrzehnte lang tapfer den SPD-Ortsverein meiner alten Heimatgemeinde. Tapfer deshalb, weil der Ortsverein in dieser konservativ geprägten Gegend mit CSU-Ergebnissen um die 60% meist nur um die sieben Mitglieder zählte. Erst 1998 gab es nach dem Wahlsieg im Bund einen rasanten Anstieg auf zwölf Mitglieder.

Bereits zu Beginn meiner Berufstätigkeit 1982 trat ich in die dju (“deutsche journalisten union”) ein, einen Zweig der IG Duck und Papier, die später in der IG Medien und dann in der Gewerkschaft Ver.di aufging.

Da ich journalistisch mit dem Schwerpunkt Politik tätig war und mich deshalb journalistischer Objektivität verpflichtet fühlte, habe ich lange von einem Eintritt in die Partei abgesehen. 1997 tat ich dies dann aus voller Überzeugung und mit großer Freude.

Derzeit gehöre ich einem Frauen-Wirtschaftskreis um die frühere Familienministerin Renate Schmidt an, der bei der Friedrich-Ebert-Stiftung angesiedelt ist. Das Ziel des Kreises ist eine bessere Vernetzung, die gegenseitige Unterstützung und die Förderung junger Frauen mit SPD-Hintergrund im Wirtschaftsbereich.
Daneben gehöre ich der Jury des Internationalen Willy-Brandt-Preises an, die von Egon Bahr geleitet wird. Mit diesem Preis werden Personen oder Institutionen geehrt, die sich in besonderer Weise für die Völkerverständigung