Bundespräsident verleiht Heinrich Aller das Bundesverdienstkreuz

Mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland hat der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil den Seelzer Politiker und Ehrenvorsitzenden des SPD-Unterbezirks Region Hannover Heinrich Aller geehrt. Verliehen hatte den Orden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bereits am 2. September. Im Rahmen eines Festaktes im Gästehaus der Landesregierung betonte der Regierungschef, dass das Wirken des stets „bodenständigen“ Sozialdemokraten Heinrich Aller für sein langjähriges politisches sowie kulturelles und soziales Engagement gewürdigt würde.

Heinrich Aller,  besser bekannt als Heiner Aller, wurde in der Arbeitersiedlung De-Haen-Straße geboren und hat bis auf die Zeit der kasernierten Ausbildung als Polizeibeamter seinen ersten  Wohnsitz in Seelze behalten. „Für meine spätere Frau Hannnelore und mich war es Anfang der 70er Jahre nicht leicht, als unverheiratete eine Wohnung zu finden“, so Heiner Aller.  Tochter Jennifer sei dann gleich neben dem Kindergarten und dem Schulzentrum „groß“ geworden. Mit ihrer Familie wohnt sie jetzt in der Heide. Ein Tag mit den beiden Enkeln ist so etwas wie Wiedergutmachung für die Zeit, die Vater und Ehemann politisch unterwegs war. Hannelore und Jennifer gehöre deshalb ganz gewiss ein Anteil an dem Orden und der Urkunde, betonte Aller: „Sie haben mir den Rücken frei gehalten.“ Gedankt hat Aller auch seinen Freunden, Weggefährten und Genossinnen und Genossen, die ihn seit 1965, dem Eintritt in die SPD, seit 1972 ohne Unterbrechung im Rat der Stadt, ab 1982  Vorsitzender des SPD Unterbezirks und ab 1982 Landtagsabgeordneter unterstützt hätten. Auch nach seiner ersten Wahl in den Niedersächsischen Landtag im Jahr 1982 ist Heinrich Aller der Kommunalpolitik und dem Ehrenamt verbunden geblieben.

Ministerpräsident Weil hob in seiner Laudatio hervor, dass Heinrich Aller in seinen über 31 Jahren als Mitglied des Landtages, SPD-Fraktionsvorsitzender und Niedersächsischer Finanzminister vieles „bewegt, mitgestaltet und durchgesetzt“ habe. So fielen in diese Zeit die deutsche Wiedervereinigung mit den Herausforderungen an die Niedersachsenpolitik, die Expo, die Bildung der Region Hannover, die Rettung des Kalibergbaus in Bokeloh oder des LTG 62 am Standort Wunstorf. In dieser Zeit haben sich die Wege von Frank-Walter Steinmeier als wichtiger Macher in der Staatskanzlei, Stephan Weil im Hannoverschen Rathaus und Heinrich Aller im Landtag immer wieder gekreuzt, wenn es um wichtige Entscheidungen in der Landes- und Regionalpolitik ging.

Heinrich Aller ergänzte den Ministerpräsidenten mit einem Dank an die vielen Mitstreiterinnen und Mitstreiter in der ehrenamtlichen und der sogenannten „Full-Time“-Politik. Namentlich nannte er die Muse, die Palliativarbeit, den Sport und nicht zuletzt die Zusammenarbeit in Partei und Rat und mit der Verwaltung vor Ort. „Die Regierungszeit als Finanzminister mit den drei Ministerpräsidenten Gerd Schröder, Gerhard Glogowski und Sigmar Gabriel war sicher einer der spannendsten Zeitabschnitte“, erinnerte Heinrich Aller. Letztlich – und das halte er für ganz wichtig – wünsche er sich, dass es immer wieder Menschen gäbe, die sich aktiv und mutig für unsere Demokratie einsetzten; auf allen Ebenen, in allen gesellschaftlichen Bereichen.